Kassenleistungen – Pflegekassen

Wir möchten Ihnen an zwei Fallbeispielen aufzeigen wie die

oben genannten Leistungen funktionieren, sodass wenn Sie mal eine davon in
Anspruch nehmen gut informiert sind.

Fall 1.  Frau Musterpatient 80 Jahre jung hat eine Chronische Wunde an ihren Rechten Fuß.  Laut des behandelten Arztes muss die Wunde jeden Tag frisch verbunden werden, um Infektionen auszuschließen.

Die Krankenkasse genehmigt aber den Wundverband nur zwei bis
drei Mal die Woche. 

Folge: Durch die unzureichende Pflege der Wunde, treten Komplikationen auf wie Entzündung, Infektionen, sodass die Ärzte amputieren müssen.

Fazit:  Durch den täglichen Verband Wechsel gebe es keine Komplikationen und man müsse das Bein nicht amputieren. Da aber die KK nicht den täglichen Verband genehmigt, könnte ja Frau Musterpatient in Selbstleistung treten. Doch ihre Rente ist zu minimal, um sich die Kosten zu erlauben.

In Deutschland verschlimmern sich pro Jahr ca. 60.000 chronischen Wunden, die ohne ausreichende Pflege zu Amputationen führen.

Fall 2.  Herr Musterpatient 90 Jahre jung beschwert sich über eine Rechnung von dem Pflegedienst: „Ich bin schon seit 1 Jahr ihr Kunde und musste bis jetzt keinen Beitrag zahlen. Wie kann es sein, dass ich jetzt eine Rechnung von ihnen erhalte?“

In diesem Fall verfügt der Herr Musterpatient über einen
Verfügungsrahmen bei der Pflegekasse. Die Höhe des Rahmens beläuft sich auf
einen Bestimmten Betrag im Monat, wenn dieser überschritten wird, prüft die
Pflegekasse die Notwendigkeit der Versorgung. Besteht keine Notwendigkeit muss
Herr Musterpatient die Mehrkosten, den sogenannten Eigenanteil und die
Folgekosten selbst tragen.

Fazit: Durch die unzureichende Auskunft war es Herrn Musterpatient nicht bewusst, dass er für die Mehrkosten aufkommen muss. Leider hat er auch sich in jungen Jahren nicht damit beschäftigt und somit keine Rücklagen geschaffen. Den Mehraufwand kann sich der Herr Musterpatient nicht leisten und somit wird die Versorgung durch den Pflegedienst gekürzt.

Leider passiert es immer wieder, dass Pflegedienste eine Leistung antreten, die noch nicht genehmigt wurde. Wird diese dann von den Kassen abgelehnt, bleibt den Pflegediensten nichts anderes übrig als diese Kosten dem Patienten in Rechnung zu stellen. In meisten Fällen können die Patienten die Kosten nicht tragen. Somit bleiben die Pflegedienste auf den Mehrkosten sitzen. 

Scroll to Top