Steuertipps für Rentner 2019

Als Rentner ist man verpflichtet eine Steuererklärung zu machen, wenn die Jahresbruttorente den Grundfreibetrag übersteigt. Dieser liegt im Jahr 2019 für Alleinstehende bei 9.168 Euro pro Jahr und für verheirateten Paare gilt der doppelte Betrag. Damit Sie nicht so hohe Steuern zahlen, haben wir 10 Steuertipps für Sie zusammengestellt.

1. Hinzuverdienst

Wenn Sie sich als Rentner noch sehr fit fühlen und nicht bereit sind in Ruhestand zu gehen, dann können Sie sich einen Minijob zulegen. Um Steuerfreiheit nicht zu überschreiten, sollte das Einkommen nicht den monatlichen Betrag von 450 Euro überschreiten.

2. Spenden

Die Zuwendungen, die Sie an bestimmte Stiftungen leisten tun nicht nur der Allgemeinheit gut, sondern auch ihrer Steuererklärung. Bei Spenden bis 200 Euro reicht eine Kopie des Kontoauszugs. Bei höheren Spenden müssen Sie die Spendenbescheinigung im Original der Steuererklärung beilegen.

3. Versicherungsbeträge

Wenn Sie eine gesetzliche Rente beziehen, sollten Sie dem Finanzamt alle Beiträge, die Sie für die Versicherungen leisten eintragen. Der jährliche Höchstbetrag der absetzbaren kosten liegt bei 1.900 Euro im Jahr, für die Verheirateten gilt der doppelte Betrag.

4. Unterhaltsleistungen.

Unterstützen Sie Finanziell Ihre Kinder? Dann können Sie diese in Höhe von maximal 9.168 Euro pro Jahr unter den außergewöhnlichen Belastungen besonderer Art in der Steuererklärung eintragen. Voraussetzung ist, Sie erhalten für das Kind kein Kindergeld und haben keinen Anspruch auf den Kinderfreibetrag. Hat Ihr Kind eigene Bezüge über 624 €, dann wird der Betrag, der in Ihrer Erklärung in Ansatz gebracht werden kann, reduziert.

5. Krankheitskosten

Die Kosten für den Arzt, Medikamente oder Operationen können einen schwer finanziell belasten. Damit Sie hier auch eine Entlastung erhalten, können Sie diese in Ihrer Einkommensteuererklärung als Sonderaufwendungen für außergewöhnliche Belastungen absetzen. Die Höhe der absetzbaren Kosten berechnet sich nach dem Gesamtbetrag der Einkünfte.

6. Werbekosten

Auch wenn Sie keine Werbekosten eintragen, erhalten Sie einen Pauschalbetrag von 102 Euro für das gesamte Jahr. Zu den Werbekosten gehören Gewerkschaftsbeiträge, Steuerberaterkosten, Rentenberater, Schuldzinsen, Kontoführungsgebühren. Ehepaare erhalten den Pauschalbetrag jeweils gesondert, wenn beide eine Rente beziehen.

7. Haushaltshilfe

Wenn Sie eine Haushaltshilfe oder einen ambulanten Pflegedienst engagiert haben. Dann können Sie 20 Prozent der tatsächlichen Kosten direkt von der Steuerschuld abziehen lassen, bei einem Höchstbetrag von 510 Euro. Sie können diese auch mit Handwerkerleistungen und einen Gärtner kombinieren und einen maximal Betrag von 4.000 Euro erstatten lassen. Ganz wichtig! Eine Zahlung muss per Überweisung erfolgen und nicht in Bar. Ausgaben für Essen auf Rädern können nicht als haushaltsnahe Dienstleistung, jedoch als außergewöhnliche Belastungen angesetzt werden.

8. Pflegeheim

Wenn Sie mal in eine Kurzeitpflege, Altenheim oder Seniorenresidenz müssen, dann können Sie auch diese Ausgaben gelten lassen. Voraussetzung dafür ist ein bestehender Pflegegrad der Stufe I, II oder III.

9. Kur

Wurde Ihnen eine Kur oder ein Rhea Aufenthalt aus den gesundheitlichen Gründen verordnet und müssen Sie den Großteil der Kosten selbst tragen, dann können Sie diese mit dem ärztlichen Attest über die Notwendigkeit des Aufenthalts, unter den Krankheitskosten absetzen lassen.

10. Nebenkosten

Wenn Sie zur Miete wohnen dann können Sie gewisse ausgaben auf Ihrer Nebenkostenabrechnung absetzen lassen. Hierzu zählen Hausmeister, Schornsteinfeger, Gartenpflege, Reinigung vom Treppenhaus, Winterdienst, Wartungen von Heizungen und Warmwassergeräten, Ungezieferbekämpfung, Riester-Förderung.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Steuertipps weiterhelfen konnten und Ihre Steuerabrechnung 2019 deutlich besser ausfällt wie die vom Vorjahr.

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